
Der „Outlaw e.V.“ wurde 1987 – damals noch unter dem Namen “Jugendschiff Outlaw e.V.“ – gegründet. Ziel war es, die Nachfolge des wirtschaftlich und personell angeschlagenen Vereins „Jugendschiff Corsar eV.“ aus Norddeutschland anzutreten. Dieser Verein hatte seit Mitte der 70er Jahren eine bundesweit beachtete Alternative zu traditionellen Konzepten der Heimerziehung im Umgang mit Jugendlichen in extrem schwierigen und belasteten Lebenssituationen betrieben: Segeltörns von jeweils sechs Monaten Dauer auf der „SS Outlaw“, einer ca. 30 m langen Brigantine.
Diese Tradition wurde vom „Outlaw e.V.“ durch eigene Schiffsprojekte fortgeführt und weiterentwickelt. Von Beginn an, verstärkt aber seit Mitte der 90er Jahre, entstand aus dieser Keimzelle heraus eine Vielzahl von Hilfe- und Unterstützungsangeboten für Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Diese Entwicklung lässt sich so zusammenfassen:
„Vom Spezialisten für die Schwierigen zum Anbieter Flexibler Hilfen im Sozialraum“
Vortrag von Prof. Christian Schrapper zum Download als PDF (12,5 MB)
Diesen pädagogischen Auftrag setzen die Einrichtungen des Outlaw e.V. in allen Projekten und Angeboten um. Sie bieten jungen Menschen einen offenen und auf Entwicklung angelegten Raum. Dieses bedeutet auf der Ebene des pädagogischen Handelns: Aufbau von belastbaren Beziehungen zu den Kinder und Jugendlichen sowie Orientierung und Sicherheit durch erkennbare Grenzen. Beides gelingt nur, wenn jungen Menschen gleichzeitig Zugehörigkeit angeboten und Eigensinnigkeit zugelassen wird.
Vom Vorstand wird kontinuierlich überprüft, ob die oben skizzierte pädagogische Idee trägt, welche Angebote sich daraus ergeben und wie die daran beteiligten Menschen in diesem Rahmen ihren Platz finden.
Diese skizzierte Grundorientierung der pädagogischen Arbeit stellt hohe persönliche und fachliche Anforderungen an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir wissen, mit wie viel Anstrengung und Einsatz es verbunden ist, diese Balance von Freiheit und Grenzen herzustellen. Daher war es uns von Anfang an wichtig, nicht nur gute pädagogische Arbeit zu fordern, sondern auch für verlässliche Rahmenbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sorgen. Dazu gehört selbstverständlich auch, die Leistungen durch eine angemessene Bezahlung zu honorieren.
Erst dadurch wird eine aktive und gestaltende Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe ermöglicht. Deshalb sichern wir Bewährtes ab, gehen aber auch neue Wege, entwickeln zukunftsweisende Konzepte und setzen sie um. Dabei muss sichergestellt werden, dass gewonnenes Handlungswissen kritisch überprüft wird und der Gesamteinrichtung als Ressource zur Verfügung steht. Tagungen, betriebsinterne Qualifizierungen und Veröffentlichungen unserer pädagogischen Ansätze zum Zwecke des fachlichen Diskurses sind hierbei wichtige Instrumente.
Diese drei Leitideen als Verbund haben sich über die Jahre hinweg als außerordentlich tragfähig und erfolgreich erwiesen.
Als alleiniger Gesellschafter der OUTLAW gGmbH trägt der Outlaw e.V. und somit der Vorstand die Verantwortung - analog eines Aufsichtrates - und ist für die Geschäftsführung Gegenüber, Kontrolle und Absicherung. Unterstützt und beraten werden der Vorstand und die Geschäftsführung durch einen Fachbeirat.

Prof. Dr. Christian Schrapper
1. Vorsitzender des Outlaw e.V., aktiv im Vorstand des Outlaw e.V. seit 1987.
Beruflich seit 1998 Professor für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik an der Universität Koblenz. Vorher Geschäftsführer des Institutes für Soziale Arbeit ISA e.V. in Münster.

Gerald Mennen
2. Vorsitzender des Outlaw e.V., Vorstandsmitglied seit 1988.
Tätigkeit als Sozialpädagoge in unterschiedlichen Feldern der Sozialarbeit und der Hilfen zur Erziehung, danach Lehrer für Sozialpädagogik und Sondererziehung an verschiedenen Berufsbildenden Schulen. Moderator der Bezirksregierung Arnsberg für die Schulleitungsfortbildung des Ministeriums für Schule NRW. Seit 2002 stellv. Schulleiter am Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg in Dortmund.

Monika Thiesmeier
Seit 1995 im Vorstand des Outlaw e.V..
Inzwischen über 10 Jahre freiberuflich als Supervisorin DGSV und Trainerin für Gruppendynamik DAGG in Beratungen, Fortbildung und Organisationsentwicklung aktiv. Vorher mehrere Jahre als Sozialarbeiterin (Dipl.) im Allgemeinen Sozialen Dienst eines Großstadtjugendamtes und als Heimleiterin tätig.

Manfred Schmidt
Vorstandsmitglied des Outlaw e.V. seit 1997.
Studium der Sozialarbeit/Sozialpädagogik und der Rechtswissenschaften. Tätigkeiten in unterschiedlichen Feldern der Sozialarbeit/Sozialpädagogik, u.a Beratung, Jugendamt, Sozialamt und im Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. Im Hauptamt: Dezernent bei einem Träger der gesetzlichen Unfallversicherung.
Günther Schug
Vorstandsmitglied des OUTLAW e.V. seit 1990. Heilpädagoge. Geschäftsführer eines Kinder- und Jugendhilfeverbundes. Über 30-jährige Tätigkeiten und Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der Jugendhilfe. Vorstand in der örtlichen Kreisgruppe des DPWV.
Um den steigenden quantitativen Anforderungen auch qualitativ Rechnung zu tragen, wurde im November 2006 der erste Fachbeirat der OUTLAW gGmbH und des Outlaw e.V. gegründet:
Der Beirat ist als beratendes Gremium tätig und hat die Aufgabe, den Vorstand und die Geschäftsführung bei allgemeinen und grundsätzlichen Fragen zu beraten.
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